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Highland Park

Torf besteht aus halbverrotteter Vegetation, die sich über Jahrtausende hinweg abgelagert hat. Diese Vegetation unterscheidet sich innerhalb Schottlands je nach den klimatischen Bedingungen. Wenn der Torf getrocknet und anschließend verbrannt wird, setzen sich Phenole (Raucharomen) frei, deren unterschiedliche Duftnoten von dieser Vegetation geprägt sind. Torf vom Festland ist rauchiger, da er mehr Lignin aus Bäumen enthält; der Torf von Islay enthält mehr Meeresvegetation und weist einen höheren Creosol-Anteil auf,der als Teer wahrgenommen wird. Aber Torf ist endlich und der Abbau heute aus ökologischer Sicht äußerst bedenklich. Highland Park ist die einzige Brennerei weltweit, die Torf von den Orkney-Inseln verwendet. Er kommt aus einem Gebiet des Hobbister Moor, das sich ganz in der Nähe der Brennerei befindet. Beim Räuchern der Gerste enstehen komplexe, blumige Aromen und ein angenehmer Hauch von aromatischem Rauch, der in jeder Flasche Highland Park Single Malt Scotch Whisky zu finden ist. Highland Park unterstützt zusammen mit der SWA lokale Projekte zum Schutz und zur Renaturierung des Hobbister Moor. Man arbeitet weiter an Verfahren, die den Torfabbau umweltverträglicher machen sollen. Die Brennerei gibt sich darüber hinaus umweltbewusst und nachhaltig. Die Verpackung und Etiketten der Abfüllungen sollen effizienter und möglichst aus recyletem Papier sein. Highland Park unterstützt Umweltprojekte wie den Schutz der Seegarswiesen rund um Orkney und man möchte spätesten 2045 Emmissionsfrei (net zero) produzieren.
© Lalique Group

Region

Inseln - Orkney

Produktionstyp

Single Malt

Status

Aktiv

Eigentümer (aktuell)

The Edrington Group

Die Geschichte der Brennerei

Fakten zur Brennerei und zur Produktion
Produktionskapazität (in reiner Alkohol per Anno) 2.500.000 Liter
Wash stills (1. Brenndurchgang) 2 x 14.600 Liter
Fermentationszeit 52 - 96 Stunden
Spirit stills (2. Brenndurchgang) 2 x 8.500 Liter
Wasser zur Whiskyproduktion Cattie Maggie Quellen
Besucherzentrum Ja
Maischbottich (mash tun) 1 x 11,4 Tonnen (Edelstahl)
Gärbottiche (wash backs) 12 x je 29.200 Liter aus Holz (Art ?)

Weitere Informationen

Highland Park erzeugt das benötigte rauchige Malz (ca. 20 ppm) noch in den eigenen Floor Maltings. Das übrige, nicht rauchige Malz kommt aus Großmälzereiein vom Festland. Und - wer Highland Park Single Malt trinkt, handelt quasi nach dem Motto „Saufen für einen guten Zweck“ (ähnlich dem bekannten „Regenwald“ von Krombacher). Warum? Der Eigentümer Edrington Group gehört selbst dem Robertson Trust – einer Stiftung, die ihre Gewinne für Projekte einsetzt, die sozial benachteiligte Personen fördern. Die Stiftung wurde 1961 von den Geschwistern Elspeth, Agnes und Ethel Robertson gegründet. Unabhängig davon ist Highland Park aus meiner Sicht ein Top 10 Whisky und gleichermaßen für Anfänger und fortgeschrittene Whiskyliebhaber geeignet.
© Orkney.com
1798 Der Farmer David Robertson gründet die Brennerei. 1816 übernimmt der Zollbeamte John Robertson die Kontrolle über die Produktion. 1826 erhält die Brennerei eine offizielle Lizine zum destillieren. Die Leitung der Brennerei übernimmt Robert Borwick. Nach Borwicks Sohn George (1840) übernimmt dessen Bruder James 1869 die Leitung von Highland Park, versucht die Brennerei aber zu verkaufen. 1876 beginnen unter der Leitung von Stuart & Mackay die Exporte von Single Malt Whisky nach Norwegen und Indien. 1895 James Grant von Glenlivet kauft Highland Park und erweitert die Brennerei 1898 auf 4 Brennblasen. 1937 Highland Distillers übernehmen die Brennerei.
1990 Die Edrington Group und William Grant & Sons kaufen Highland Distillers und teilen die Firma auf. Highland Park kommt so in den Besitz der Edrington Group. 2013 Die legendäre Warriors Serie erscheint auf dem Markt. Zunächst nur in Duty-Free- Shops, später auch im regulären Handel. 2024 Highland Park schließt vorübergehend die Produktion, um die Brennerei grundlegend zu sanieren. Im März 2025 eröffnet die Brennerei wieder ihre Pforten (auch für Besucher). Die Warriors Serie ist ebenfalls Geschichte. Mit neuem Flaschendesign besteht das klassische Sortiment jetzt aus dem Highland Park 12 Jahre, 15 Jahre und 18 Jahre. Alle in First-fill und/oder Refill Sherryfässern gereift. Dazu gibt es zahlreiche Sonderabfüllungen.
© Orkney.com
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Highland Park

Torf besteht aus halbverrotteter Vegetation, die sich über Jahrtausende hinweg abgelagert hat. Diese Vegetation unterscheidet sich innerhalb Schottlands je nach den klimatischen Bedingungen. Wenn der Torf getrocknet und anschließend verbrannt wird, setzen sich Phenole (Raucharomen) frei, deren unterschiedliche Duftnoten von dieser Vegetation geprägt sind. Torf vom Festland ist rauchiger, da er mehr Lignin aus Bäumen enthält; der Torf von Islay enthält mehr Meeresvegetation und weist einen höheren Creosol-Anteil auf,der als Teer wahrgenommen wird. Aber Torf ist endlich und der Abbau heute aus ökologischer Sicht äußerst bedenklich. Highland Park ist die einzige Brennerei weltweit, die Torf von den Orkney-Inseln verwendet. Er kommt aus einem Gebiet des Hobbister Moor, das sich ganz in der Nähe der Brennerei befindet. Beim Räuchern der Gerste enstehen komplexe, blumige Aromen und ein angenehmer Hauch von aromatischem Rauch, der in jeder Flasche Highland Park Single Malt Scotch Whisky zu finden ist. Highland Park unterstützt zusammen mit der SWA lokale Projekte zum Schutz und zur Renaturierung des Hobbister Moor. Man arbeitet weiter an Verfahren, die den Torfabbau umweltverträglicher machen sollen. Die Brennerei gibt sich darüber hinaus umweltbewusst und nachhaltig. Die Verpackung und Etiketten der Abfüllungen sollen effizienter und möglichst aus recyletem Papier sein. Highland Park unterstützt Umweltprojekte wie den Schutz der Seegarswiesen rund um Orkney und man möchte spätesten 2045 Emmissionsfrei (net zero) produzieren.
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Region: Inseln - Orkney Produktion: Single Malt Status: Aktiv Eigentümer: The Edrington Group

Die Geschichte der Brennerei

1798 Der Farmer David Robertson gründet die Brennerei. 1816 übernimmt der Zollbeamte John Robertson die Kontrolle über die Produktion. 1826 erhält die Brennerei eine offizielle Lizine zum destillieren. Die Leitung der Brennerei übernimmt Robert Borwick. Nach Borwicks Sohn George (1840) übernimmt dessen Bruder James 1869 die Leitung von Highland Park, versucht die Brennerei aber zu verkaufen. 1876 beginnen unter der Leitung von Stuart & Mackay die Exporte von Single Malt Whisky nach Norwegen und Indien. 1895 James Grant von Glenlivet kauft Highland Park und erweitert die Brennerei 1898 auf 4 Brennblasen. 1937 Highland Distillers übernehmen die Brennerei. 1990 Die Edrington Group und William Grant & Sons kaufen Highland Distillers und teilen die Firma auf. Highland Park kommt so in den Besitz der Edrington Group. 2013 Die legendäre Warriors Serie erscheint auf dem Markt. Zunächst nur in Duty-Free-Shops, später auch im regulären Handel. 2024 Highland Park schließt vorübergehend die Produktion, um die Brennerei grundlegend zu sanieren. Im März 2025 eröffnet die Brennerei wieder ihre Pforten (auch für Besucher). Die Warriors Serie ist ebenfalls Geschichte. Mit neuem Flaschendesign besteht das klassische Sortiment jetzt aus dem Highland Park 12 Jahre, 15 Jahre und 18 Jahre. Alle in First-fill und/oder Refill Sherryfässern gereift. Dazu gibt es zahlreiche Sonderabfüllungen.
Fakten zu Brennerei & Produktion
Produktionskapazität (in reiner Alkohol per Anno) 2.500.000 Liter
Fermentationszeit 52 - 96 Stunden
Wasser zur Whiskyproduktion Cattie Maggie Quellen
Maischbottich (mash tun) 1 x 11,4 Tonnen (Edelstahl)
Gärbottiche (wash backs) 12 x je 29.200 Liter aus Holz (Art ?)
Wash stills (1. Brenndurchgang) 2 x 14.600 Liter
Spirit stills (2. Brenndurchgang) 2 x 8.500 Liter
Besucherzentrum Ja

Weitere Informationen

Highland Park erzeugt das benötigte rauchige Malz (ca. 20 ppm) noch in den eigenen Floor Maltings. Das übrige, nicht rauchige Malz kommt aus Großmälzereiein vom Festland. Und - wer Highland Park Single Malt trinkt, handelt quasi nach dem Motto „Saufen für einen guten Zweck“ (ähnlich dem bekannten „Regenwald“ von Krombacher). Warum? Der Eigentümer Edrington Group gehört selbst dem Robertson Trust – einer Stiftung, die ihre Gewinne für Projekte einsetzt, die sozial benachteiligte Personen fördern. Die Stiftung wurde 1961 von den Geschwistern Elspeth, Agnes und Ethel Robertson gegründet. Unabhängig davon ist Highland Park aus meiner Sicht ein Top 10 Whisky und gleichermaßen für Anfänger und fortgeschrittene Whiskyliebhaber geeignet.
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